Eheliche Liebe angesichts der bestehenden Empfängnismöglichkeit

Sechstes Kapitel

„ZUM THRON DER BARMHERZIGKEIT”
(Hbr 4,16)






Thematisch geordnete Bruchstücke vom „Tagebuch” der Hl. Sr. Faustyna Kowalska
Anvertrauen an Gottes Barmherzigkeit



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VERMERK. Der Inhalt dieses Kapitels ist großenteils Übertragung der Kleinschrift des hier schreibenden Verfassers – über Gottes Barmherzigkeit, die im Druck erschienen ist (polnisch): „Gottes Barmherzigkeit anvertrauen ... ” [Zawierzyc Milosierdziu], Verlag der Herz-Jesu-Priester SCJ, Kraków 1997, Format A-6, 48 Seiten; Imprimi potest: ks. Czeslaw Konior SCJ, Provinzialobere; Nihil Obstat: ks. dr Krzysztof Gryz; Imprimatur – Kuria Metropolitalna Kraków, 18.III.1997, Bp Kazimierz Nycz; Bearbeitung: ks. Pawel Leks, SCJ; ISBN 83-86789-11-5. – Hier wurde u.a. die „Novene zu Gottes Barmherzigkeit” unterlassen.

Die hier verwendete Abkürzung:
TgF = „Tagebuch der Schwester Maria Faustyna Kowalska” (Deutsche Übersetzung: Dr. Stanislaw Swidzinski, Im Großen Esch 34, D-4420 Coesfeld-Lette), Parvis-Verlag, CH-1648 Hauteville/Schweiz, Januar 1990, ISBN 3-907523-17-2.






Erklärung


Dem VIERTEN Teil, dessen Aufbau erst in Plänen besteht, wird offenbar ein ihm eigener Themenbereich eigen sein. Dort möchte die ‘Geistlichkeit’ des Lebens in Ehe-Familie, und zuvor noch der Brautzeit dargestellt werden. Endziel, das angestrebt wird, soll zweifelsohne die Eucharistie bleiben, und zuvor noch das unmittelbar zu ihr führende Sakrament der Vergebung-Versöhnung. Es geht demnach um eine durchaus religiöse: katholische Wirklichkeit. Allerdings einmal mehr: vielleicht begegnen hier auch diejenigen, die sich mit der Katholischen Kirche nicht verbunden finden, etwas was auf jeden Fall voraussichtlich nicht nur ‘keinen Schaden zufügt’, sondern selbst zur inneren, oder gar letztlichen Entwicklung und Erfüllung beitragen kann.

Sowohl das eine, wie das andere der erwähnten Sakramente, wie übrigens das Sakrament der Ehe selbst, sind erstaunliche GABEN Jesu Christi des LEBENDEN, der in seiner KIRCHE weiterweilt und sein „ZELTEN-unter-uns” (vgl. Joh 1,14) über und durch seine KIRCHE verlängert. So wird es schon bis zur Vollendung der Zeiten dauern (vgl. Mt 28,20). So ist auch der Sinn des Lebens eines jeden Menschen: des Lebendigen „Gottes Ebenbildes” in der Welt. Der Mensch soll in der Zeitspanne der ihm angebotenen ‘Zeit’: von seiner Empfängnis an bis zum letzten Atem hier auf Erden – dauernd die WAHL treffen und sie bestätigen – bis zu dieser endgültigen einschließlich: ‘FÜR’ oder ‘GEGEN’ Diesen, der „Derselbe ist: GESTERN, HEUTE und IN EWIGKEIT” (Hbr 13,8) und Der „kommen wird zu richten die Lebenden und die Toten” (Glaubensbekenntnis).

Indem sich aber die ‘Wahlen’ eines jeden von uns von der Sicht aus des ewigen Lebens keineswegs als die immer allernützlichsten erweisen, gehört es sich so oft nur um VERGEBUNG seiner Sünden zu flehen: „mit zerknirschtem Herzen und demütigem Sinn(Dn 3,39) – diesen Gott, Der „... nicht gekommen ist, um die Welt zu richten, sondern um sie zu erlösen(Joh 12,47). Wie es dieser Zöllner getan hat, der „ganz hinten stehen blieb und nicht einmal wagte, seine Augen zum Himmel zu erheben, sondern sich an die Brust schlug und betete: Gott, sei mir Sünder gnädig...!" (Lk 18,13).
– Selbst für Jesus Christus, den Erlöser des Menschen, gibt es gleichsam keine „größere FREUDE” (vgl. Lk 15,7.10.20), als wenn die von Ihm so kostspielig erlangte Erlösung: um den Preis seines Göttlich-Menschlichen Blutes und Lebens – nicht umsonst geht, sondern in Bekehrung und Buße Frucht bringt: „Ich will aufbrechen und zu meinem VATER gehen und zu Ihm sagen: VATER, ich habe mich gegen den Himmel und gegen DICH versündigt. Ich bin nicht mehr wert, dein Sohn zu sein; mach mich zu einem deiner Tagelöhner(Lk 15,18f).

In diesem Geist möchten wir hier – um der Ermutigung willen – wenigstens einige Bruchstücke darstellen vom „Tagebuch” der hl. Sr. FAUSTYNA Kowalska (Kanonisation: Rom – 2000 ), samt dem ANGEBOT, das dann am Ende hinzugefügt werden wird: dem „AKT des ANVERTRAUENS an Gottes ERBARMEN”. Einmal mehr: als innigste Ermutigung, sich auf die diesmal heimliche, und doch wahrhafte ‘Strahlung’ die von Jesus Christus ausgeht, aufzuschließen. Dieses Jesus, der Gekreuzigt wurde, Getötet, und doch LEBENDIG ist: der Auferstandene.

Der Hl. Johannes, Apostel und Evangelist, Zeuge der Kreuzigung seines Göttlichen Meisters, „sah” mit eigenen Augen, wie von der Seite Jesu Christi am Kreuze, in die der Soldat schon nach Seinem Tod mit der Lanze stieß, „sogleich BLUT und WASSER herausfloß” (Joh 19,34). Die Hl. Faustyna hat in 1900 Jahren später ein paarmal ‘gesehen’, wie von Jesus Christus, der die Spuren-Male seiner Kreuzigung trug (seine durchbohrten Füße und Hände, und die durchstoßene Seite-das Herz) lebendige, wallende Strahlen herausströmten: rechts von Christus der ROTE Strahl, und links – der BLASSE Strahl. Jesus selbst hat diese Strahlen als „Blut und Wasser” gedeutet.
WASSER dient dem Menschen, daß er sich waschen kann. Hier geht es um das ‘Wasser’, dem aufgrund der Gabe des Heiligen Geistes die Kraft eigen ist, vom Schmutz der Sünden zu reinigen und den Sünder vor Gott dem Vater zu „rechtfertigen” (TgF 299). Solche Kraft kommt dem Wasser der Heiligen TAUFE zu, und auch dem unsichtbaren ‘Wasser’, das im Sakrament der heiligen Beichte die Sünden abwäscht und sie geradeaus tilgt.
– Der Strahl des BLUTES bedeutet nach Jesus Christus das „LEBEN der Seelen” (TgF 299). Ohne Blut kann der Mensch nicht leben. Hier gelangt die Gabe des BLUTES – des GÖTTLICHEN Blutes – an den Menschen sowohl über das Sakrament der heiligen Beichte, wie um so mehr im Sakrament der Allerheiligsten Eucharistie, dem wahren Leib und Blut des Gott-Menschen Jesus Christus. Dasselbe LEBEN Gottes erreicht den Gläubigen allerdings aber auch über und durch alle anderen Sakramente – abhängig von der besonderen Bestimmung eines jeden von ihnen.
– Hier das erwähnte, gebenedeite Bild: „JESUS ICH VERTRAUE AUF DICH”. Es wird auch Bild „Gottes Barmherzigkeit” genannt und als solches verehrt.


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Bild „JESUS ICH VERTRAUE AUF DICH”



Lassen wir selbst die Hl. Sr. Faustyna Kowalska zu Worte kommen. Zum ersten Mal hat sie Jesus mit den eigenartigen Strahlen von Seiner durchbohrten Seite im Februar 1931 gesehen. Es geschah im Klosterhaus des Schwestern-Ordens der Muttergottes von Gottes Barmherzigkeit in Plock, unweit von Warszawa, wo sie damals wohnhaft war:


Bild Gottes Barmherzigkeit: Jesus ich vertraue auf DICH ! - 19 kB
(Plock, den 22.II.1931. Es spricht die hl. Faustyna:)   Am Abend, als ich in der Zelle war, erblickte ich Jesus, den Herrn, in einem weißen Gewand. Eine Hand war zum Segen erhoben, die andere berührte das Gewand auf der Brust. Von der Öffnung des Gewandes an der Brust gingen zwei große Strahlen aus, ein roter und ein blasser. Schweigend betrachtete ich den Herrn; meine Seele war von Furcht, aber auch von großer Freude durchdrungen.

– Nach einer Weile sagte Jesus zu mir: „MALE ein BILD nach dem, das du siehst, mit der Unterschrift: ‘JESUS, ICH VERTRAUE AUF DICH’! Ich wünsche, daß dieses Bild verehrt wird, zuerst in eurer Kapelle, dann auf der ganzen Welt” (TgF 47).



Ein andermal sagte Jesus:

(Wilno, 1934) „...Die ZWEI STRAHLEN bedeuten BLUT und WASSER,
– Der blasse Strahl bedeutet WASSER, das die Seelen rechtfertigt;
– Der rote Strahl bedeutet BLUT, welches das Leben der Seelen ist...
– Diese zwei Strahlen drangen aus den Tiefen Meiner Barmherzigkeit, damals, als Mein sterbendes HERZ am Kreuz mit der Lanze GEÖFFNET wurde. Diese Strahlen schützen die Seelen vor dem Zorn Meines Vaters. Glücklich, wer in ihrem Schatten leben wird, denn der gerechte Arm Gottes wird ihn nicht erreichen” (TgF 299).

„Mein BLICK von diesem BILD ist so, wie Mein Blick vom KREUZ” (TgF 326).

(Sr.F.) ... Sofort [nach der Rückkehr vom Maler, der das Bild nach Weisungen der Hl. Sr. Faustyna gemalt hat ] begab ich mich in die Kapelle und weinte bitterlich. Ich sagte zum Herrn: „Wer vermag Dich so schön zu malen, wie Du bist?”
– Darauf hörte ich folgende Worte: „NICHT in der Schönheit der Farben oder des Pinselstrichs liegt die GRÖSSE dieses Bildes, sondern in Meiner GNADE” (TgF 313).

„Ich verspreche, daß jene Seele, die dieses Bild VEREHRT, NICHT VERLORENGEHT. Ich verspreche auch, hier schon auf Erden, den Sieg über die Feinde, und besonders in der STUNDE DES TODES. Ich selbst werde sie verteidigen – als meine Ehre” (TgF 48).

„Ich überreiche den Menschen das GEFÄSS, mit dem sie zur QUELLE der Barmherzigkeit – UM GNADEN – kommen sollen. Das Gefäß ist dieses BILD mit der UNTERSCHRIFT: ‘JESUS, ICH VERTRAUE AUF DICH’ ...” (TgF 327).

(Jesus) „Aus allen Meinen Wunden fließt wie in Strömen, Barmherzigkeit für die Seelen, aber die Wunde Meines HERZENS ist die Quelle der unergründlichen Barmherzigkeit; aus dieser Quelle strömen alle Gnaden für die Seelen. Die Strahlen des Erbarmens BRENNEN Mich; Ich wünsche sie auf die Seelen der Menschen auszugießen. Künde der ganzen Welt von Meiner Barmherzigkeit” (TgF 1190).

ANMERKUNG: Die Bezeichnung der Hl. Faustyna: ‘Quelle des Erbarmens’ – bedeutet gewöhnlich: Das Sakrament der Heiligen Beichte.


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SAKRAMENT der Versöhnung: Tribunal der BARMHERZIGKEIT


Hier einige Fragmente des „Tagebuches” der Hl. Sr. Faustyna Kowalska mit Verweis auf das Beichtsakrament. Selbst Jesus bezeichnet die heilige Beichte in diesem Zusammenhang ein paarmal als „Tribunal der Barmherzigkeit”. Diese Bezeichnung wird ab und zu auch vom Johannes Paul II. angewandt (vgl. z.B.: RP 31/II).





„Mögen die größten SÜNDER ihre HOFFNUNG in Meine BARMHERZIGKEIT legen. Sie haben vor allen anderen das Recht, auf den Abgrund Meiner Barmherzigkeit zu vertrauen...
– Seelen, die sich auf Meine Barmherzigkeit BERUFEN, bereiten Mir die höchste Freude. Solchen Seelen erteile Ich mehr Gnaden, als sie sich wünschen.

Ich kann NICHT STRAFEN, auch wenn es den größten Sünder beträfe, wenn er sich auf Meine Barmherzigkeit BERUFT, sondern Ich rechtfertige ihn in Meiner unergründlichen und unerforschten Barmherzigkeit.

– Schreibe: BEVOR Ich als gerechter RICHTER komme [= Letztes-Jüngstes Gericht: Ende der Zeiten], schließe ich weit auf die TÜR Meiner BARMHERZIGKEIT [= vorletzte Stufe vor dem Ende der Zeiten; und der individuelle Tod]. Wer durch die Tür der Barmherzigkeit NICHT EINGEHEN WILL, muß durch die Tür Meiner Gerechtigkeit” (TgF 1146).

„Sage den Seelen, WO sie Trost suchen sollen, und zwar im TRIBUNAL der BARMHERZIGKEIT, dort gibt es die größten Wunder...
– Um dieses Wunder zu erreichen, bedarf es keiner weiten Pilgerfahrt, ... es genügt, zu Füßen Meines Stellvertreters gläubig heranzutreten und vor ihm sein Elend auszusprechen, und das Wunder der Barmherzigkeit zeigt sich in ganzer Fülle.
– Auch wenn die Seele wie eine VERWESENDE LEICHE wäre und sollte es schon, menschlich gesehen, keine Auferstehung geben und alles schon verloren sein, ist es nicht so bei Gott. Das Wunder der Barmherzigkeit Gottes auferweckt die Seele vollends. O, die Armseligen, die das Wunder der Barmherzigkeit Gottes nicht in Anspruch nehmen! Ihr werdet vergeblich rufen, es wird dann aber schon zu spät sein” (TgF 1448).

„Wenn du zur heiligen Beichte herantrittst, zu dieser QUELLE Meiner Barmherzigkeit, fließt auf deine Seele JEDESMAL Mein BLUT und WASSER, das aus Meinem Herzen hervorgekommen ist – und deine Seele veredelt.
– Jedes Mal, wenn du zur heiligen Beichte herannahst, VERSENKE DICH mit großem VERTRAUEN ganz in Meine Barmherzigkeit, damit Ich über Deine Seele die Freigebigkeit Meiner Gnaden ergießen kann.
– Wenn du zur Beichte kommst, wisse, daß ICH SELBST im Beichtstuhl auf dich warte. Ich verhülle Mich nur mit dem Priester, aber in der Seele wirke Ich Selbst. Hier begegnet das Elend der Seele dem Gott der Barmherzigkeit. Sage den Seelen, daß man aus dieser QUELLE der Barmherzigkeit nur mit dem Gefäß der ZUVERSICHT schöpfen kann. Wenn ihre Zuversicht groß ist, gibt es keine Grenzen für Meine Freigebigkeit. Mit Strömen Meiner Gnade werden demütige Seelen überflutet. Hochmütige sind immer in Armut und Elend, denn Meine Gnade wendet sich von ihnen ab – hin zu demütigen Seelen” (TgF 1602).

„Ich bin dreimal Heilig und verabscheue die geringste Sünde. Ich kann eine Seele unmöglich lieben, wenn sie mit Sünde befleckt ist, aber sobald sie BEREUT, gibt es KEINE GRENZEN für Meine Großzügigkeit ihr gegenüber. Meine Barmherzigkeit umfängt und rechtfertigt sie.
– Mit Meiner Barmherzigkeit VERFOLGE Ich die Sünder auf all ihren Wegen und wenn sie zu Mir zurückkehren, FREUT SICH Mein Herz. Die Bitterkeit, mit der sie Mein Herz getränkt haben, vergesse ich und freue Mich über ihre Rückkehr.
– Sage den Sündern, daß keiner vor Meiner Hand entflieht. Wenn sie vor Meinem barmherzigen Herzen fliehen, fallen sie in Meine gerechten Hände. Sage den Sündern, daß Ich IMMERWÄHREND auf sie WARTE. Ich höre am Pulsschlag ihres Herzens zu, WANN es für Mich zu schlagen beginnt.
– Schreibe, daß Ich zu ihnen DURCH GEWISSENSBISSE spreche, durch Mißerfolg und Leiden, durch Gewitter und Blitze, ich spreche sie an durch die Stimme der Kirche; wenn sie alle Meine Gnaden zunichte werden lassen, beginne Ich zu zürnen und überlasse sie sich selbst und gebe ihnen, WAS sie begehren” (TgF 1728).

„Meine Barmherzigkeit stört sich an deinem Elend nicht.
– ...Schreibe ... : Je größer das Elend, desto größer das Anrecht auf Meine Barmherzigkeit. [Überrede] alle Seelen dazu, dem unbegreiflichen Abgrund Meiner Barmherzigkeit Vertrauen zu schenken, denn Ich möchte SIE ALLE RETTEN”.

– „Der Sprudel Meiner Barmherzigkeit wurde mit der Lanze am Kreuz für ALLE Seelen weit aufgeschlossen – NIEMANDEN habe Ich AUSGESCHLOSSEN(TgF 1182).

„Du hast es mit dem Gott der Barmherzigkeit zu tun. Dein Elend wird sie nicht erschöpfen. Die ZAHL der VERGEBUNGEN habe Ich doch NICHT begrenzt(Tg 1488).

„Also Vertrauen..., du sollst nicht mutlos werden, zu Mir um Vergebung zu kommen, wenn ICH doch DAUERND bereit bin, dir zu VERGEBEN. Sooft du Mich darum bittest, preist du Meine Barmherzigkeit” (TgF 1488).


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Der Kleine Rosenkranz zu Gottes Barmherzigkeit

Dieser Rosenkranz wird auf dem Marianischen Rosenkranz gebetet:
d.h. als 5 Gesätze – mit Erwägung der Geheimnisse der Erlösung
(TgF 474nn)





Am Anfang:  Vater unser...  Gegrüßet seist Du Maria...  Ich glaube an Gott...


An ‘Vater-unser-Perlen’ :

EWIGER VATER , * ich opfere Dir auf * den Leib und das Blut * die Seele und die Gottheit * Deines geliebten Sohnes, * unseres Herrn Jesus Christus, * als Sühne für unsere Sünden * und die der ganzen Welt  (1mal)


An ‘Gegrüßet-seist-Du-Maria-Perlen’ :

UM SEINES SCHMERZHAFTEN LEIDENS WILLEN, * habe Erbarmen mit uns und der ganzen Welt  (10mal)


Zum Schluß, nach dem 5. Gesätz :

HEILIGER GOTT, * Heiliger Starker, Heiliger Unsterblicher * erbarme Dich unser * und der ganzen Welt  (3mal)



VERMERK: Lerne diesen ‘Rosenkranz’ und bete ihn öfter, oder eher: täglich. Nicht anstelle des Marianischen Rosenkranzes, sondern parallel zu ihm. Möge dieses Gebet zu Deiner Freude und Stärkung werden, und für andere – zu einem ihnen hingeworfenen Rettungsring!







Hier eine Handvoll Äußerungen Jesu Christi mit Bezug auf das Beten des ‘Kleinen Rosenkranzes’ – samt verwundernden Verheißungen, die Er an dieses Gebet knüpft...:


„Bete unablässig den ROSENKRANZ... !
– Wer auch immer ihn beten wird, der erfährt in seiner TODESSTUNDE Meine große Barmherzigkeit. Die Priester werden ihn den Sündern als letzten Rettungsanker reichen. Sollte es der verstockteste Sünder sein – falls er NUR EINMAL diesen ROSENKRANZ betet, wird ihm die Gnade Meiner unendlichen Barmherzigkeit zuteil” (TgF 687).

„Möge die ganze Menschheit Meine unergründliche Barmherzigkeit kennenlernen. Das ist das Zeichen der ENDZEIT. Danach kommt der Tag der Gerechtigkeit. Solange noch Zeit ist, sollen sie zur Quelle meiner Barmherzigkeit Zuflucht nehmen; sie sollen das Blut und das Wasser, das für sie entsprang, nutzen...”
(Sr.Faustyna) „O Seelen der Menschen, wohin werdet ihr flüchten am Tage des göttlichen Zornes? Nehmt JETZT Zuflucht zur Quelle der Barmherzigkeit Gottes!” (TgF 848).

„Mir gefällt es, ihnen durch dieses Gebet [den Kleinen Rosenkranz zu Gottes Barmherzigkeit] ALLES zu schenken, worum sie Mich BITTEN. Die Seelen verstockter Sünder werde Ich mit Frieden erfüllen, wenn sie dieses Gebet beten werden, und die STUNDE ihres TODES wird glücklich sein.
– Schreibe für die betrübten Seelen: Wenn die Seele die Schwere ihrer Sünden sieht und erkennt, wenn sich vor ihren Augen der ganze Abgrund ihres Elends, in das sie sich gestürzt hat, ausbreitet, soll sie NICHT VERZWEIFELN, sondern sich mit Vertrauen in die Arme Meiner Barmherzigkeit werfen, wie ein Kind in die Arme seiner liebenden Mutter. Diese Seelen haben ein Vorzugsrecht auf Mein mitleidiges Herz, sie haben ein Vorrecht auf Meine Barmherzigkeit.

– Sage ihnen, daß KEINE EINZIGE Seele, die Meine BARMHERZIGKEIT ANRIEF, enttäuscht oder beschämt worden ist. An einer Seele, die Meiner Güte vertraut, habe Ich besonderes Wohlgefallen.
– Schreibe, wenn dieses Rosenkranzgebet zur Barmherzigkeit bei STERBENDEN gebetet wird, werde Ich ZWISCHEN Meinem Vater und dem Sterbenden NICHT als gerechter Richter stehen, sondern als Barmherziger Erlöser” (TgF 1541; vgl. auch ebd.: 848.811.1565.1128.1035.1731).



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Gebet der „BARMHERZIGKEIT”


Jesus Christus selbst ermutigt innig, daß im Rahmen der ‘Fürsprache um Gottes Erbarmen’ das folgende Gebet gebetet wird. Es gilt Ihn zu horchen, dieses Gebetchen auswendig zu lernen und es ab und zu im Laufe des Tages zu beten, sooft es in Erinnerung kommt und diese ‘momentane’ Kontaktnahme zu Gott mit einem „Stoßgebetchen” bei anderen, zu gleicher Zeit verrichteten Beschäftigungen nicht stört:


„Ich möchte, daß du Meine LIEBE, in der Mein Herz zu den Seelen entflammt ist, tiefer KENNENLERNST. Du wirst das verstehen, wenn du Mein LEIDEN betrachtest.
– Rufe Meine BARMHERZIGKEIT für die Sünder an. Mich verlangt es nach ihrer Erlösung. Wenn du für einen Sünder FOLGENDES GEBET mit zerknirschtem Herzen und im Glauben verrichtest, schenke Ich ihm die Gnade der UMKEHR. Das Gebet ist (TgF186):

„O BLUT UND WASSER, aus dem Herzen Jesu als Quelle der Barmherzigkeit für uns entströmt,
*  ich VERTRAUE auf Dich
”! (TgF 187).



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Zuversicht – Demut – Reue



Um Gottes Barmherzigkeit teilhaftig werden zu können, muß sich das Herz auf Gottes Gnade aufschließen. Das setzt einige Grundbedingungen voraus, die die Seele mit Gottes Hilfe in sich erarbeiten soll:


(Sr.F.) Nur die Seele, die SELBST VERDAMMT werden WILL, wird verdammt werden, denn Gott verdammt NIEMANDEN (TgF 1452).

(Sr.F.) Alle Gnaden fließen aus der Barmherzigkeit und die LETZTE STUNDE ist voller Barmherzigkeit für uns. Möge an Gottes Güte NIEMAND zweifeln, auch wenn seine Sünden schwarz wie die Nacht wären, Gottes BARMHERZIGKEIT ist STÄRKER als unser Elend. Eines ist notwendig, und zwar daß der Sünder die Tür seines Herzens ein wenig für den Strahl der Barmherzigkeit Gottes aufschließt; den Rest macht schon Gott.
– Unglücklich aber die Seele, die Gottes Barmherzigkeit die TÜR VERSCHLOSSEN hat, selbst auch in der letzten Stunde. Diese Seelen versenkten Jesus im Ölgarten in Todestrauer, aus Seinem Mitleidigsten Herzen ergoß sich doch die Barmherzigkeit Gottes (TgF 1506f; vgl. auch: 1397.580).

„Alles, was existiert, ist im Innern Meiner Barmherzigkeit tiefer verborgen, als ein Kindlein im Schoße der Mutter. Wie schmerzhaft werde Ich durch UNGLAUBE an Meine GÜTE verwundet. Am SCHMERZLICHSTEN verletzen Mich Sünden des Mißtrauens” (TgF 1076).

„Die Gnaden, die Ich dir erteile, sind nicht nur für dich, sondern auch für eine Vielzahl von Seelen...
– In deinem Herzen ist Mein ständiger Wohnsitz; trotz des ELENDS, das du bist, VEREINIGE ich MICH mit dir, nehme dir dein Elend weg und gebe dir Meine Barmherzigkeit...
– Wer auf Meine Barmherzigkeit vertraut, GEHT NICHT VERLOREN, denn alle seine Angelegenheiten sind die Meinen und die Feinde zerschellen an Meinem Fußschemel” (TgF 723).

„Bete, so viel du kannst, für STERBENDE, erbitte ihnen Vertrauen auf Meine Barmherzigkeit, denn sie bedürfen des Vertrauens am meisten und haben es am wenigsten...
– Wisse, daß die Gnade der ewigen Erlösung im letzten Augenblick für manche Seelen von DEINEM GEBET abhängig geworden ist...
– Eher würden Himmel und Erde zum Nichts, als daß eine VERTRAUENDE Seele nicht von Meiner Barmherzigkeit umfangen werden sollte” (TgF 1777).




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Eucharistie


Der Durchgang durch das Beicht-Sakrament zielt unmittelbar darauf ab, daß die vom Erlöser angebotene seine brennende Einladung zur Eucharistie, von uns auch aufgenommen wird. Hier schenkt im wörtlichsten Sinn der Gott-Mensch Jesus Christus SICH SELBST als „(sein) FLEISCH (hingegeben) für das LEBEN der WELT” (vgl. Joh 6,51). Sooft wir Sein Leib essen, Sein Blut trinken, wächst in uns und nimmt zu an Stärke das LEBEN des Dreieinigen. Die Eucharistie ist das immerwährend bestätigte „Angeld für das Leben – das EWIGE Leben” :


„O, wie mir das wehtut, daß die Seelen sich in der heiligen KOMMUNION SO WENIG mit Mir VERBINDEN. Ich warte auf die Seelen, und sie sind Mir gegenüber gleichgültig. Ich liebe sie so zärtlich und aufrichtig, und sie bleiben für Mich mißtrauisch. Ich will sie mit Gnaden überhäufen – sie wollen sie nicht annehmen. Sie gehen mit Mir um, wie mit etwas Totem, und Ich habe doch ein Herz voller Liebe und Barmherzigkeit” (TgF 1447).

„Wenn Ich in der heiligen Kommunion ins Herz der Menschen komme, sind Meine Hände VOLL aller GNADEN, die Ich den Seelen GEBEN möchte. Aber die Seelen beachten Mich nicht einmal: sie lassen Mich allein und befassen sich mit etwas anderem. O, wie traurig macht es Mich, daß die Seelen die LIEBE nicht erkannt haben. Sie gehen mit Mir um, wie mit etwas Leblosem(TgF 1385f).

(Sr.F.) Heute spürte ich... die Nähe meiner Mutter – der himmlischen Mutter, obwohl ich vor jeder heiligen Kommunion die GOTTESMUTTER innig BITTE, mir beim Vorbereiten meiner Seele auf das Kommen Ihres Sohnes zu HELFEN und ich spüre ganz deutlich Ihren Schutz über mich. Ich bitte Sie sehr, Sie möge in mir das Feuer der Liebe zu Gott entfachen, mit der Ihr reines Herz im Augenblick der Empfängnis des Wortes Gottes loderte (TgF 1114).

(Sr.F.) „O barmherziger Jesus, mit welcher Sehnsucht bist Du zum ABENDMAHLSSAAL geeilt, um die Hostie zu VERWANDELN, die ich in meinem Leben empfangen soll. Du wolltest, o Jesus, in meinem Herzen Wohnung nehmen. Dein lebendiges Blut vereinigt sich mit meinem Blut. Wer begreift diese enge Verbundenheit? Mein Herz beherbergt den Allmächtigen, Unfaßbaren. O Jesus, verleihe mir Dein Gottes Leben; möge Dein reines und edles Blut in meinem Herzen mit ganzer Kraft PULSIEREN. Ich gebe Dir mein ganzes Wesen hin; WANDLE mich UM in Dich und mache mich fähig, in allem Deinen heiligen Willen zu tun und Dich gegenseitig zu lieben” (TgF 832).

(Sr.F.) „Mein Jesus, Du weißt selbst, wieviel VERFOLGUNGEN ich nur deswegen erleide, weil ich Dir treu bin und fest zu Deinen Forderungen stehe. Du bist meine Stärke – unterstütze mich, damit ich immer treu alles erfülle, was Du von mir verlangst. Ich allein kann aus mir nichts heraus, doch wenn Du mich stärkst, sind mir alle Schwierigkeiten ohne Bedeutung.
– O Herr, ich begreife es gut, daß mein Leben... ein ständiger KAMPF bleibt, der immer verbissener wird. Jeden Morgen bereite ich mich bei der Betrachtung zum Kampf für den ganzen Tag vor, und die hl. Kommunion wird mir zur Gewißheit, daß ich siege – und so geschieht es auch. Angst befällt mich vor dem Tag, an dem ich keine hl. Kommunion habe... – Mut und Stärke, die in mir ist, ist nicht mein, sondern Dessen, Der in mir wohnt – es ist die Eucharistie...

– Wenn ich Jesus in der hl. Kommunion empfange, bitte ich Ihn inbrünstig, Er möge meine ZUNGE HEILEN, damit ich durch sie weder Gott, noch die Nächsten beleidige”(TgF 91f).

(Sr.F.) „Jesus, wenn Du in der heiligen Kommunion zu mir kommst, Du, Der Du mit dem Vater und dem Heiligen Geist im kleinen Himmel meines Herzens Wohnung nehmen wolltest, bemühe ich mich, Dir den ganzen Tag hindurch GESELLSCHAFT zu leisten. Ich lasse Dich keinen Augenblick allein. Auch wenn ich mit Menschen zusammentreffe, ... bleibt mein Herz immer mit Ihm verbunden... Überall GEHE ich mit Jesus, Seine Anwesenheit begleitet mich (TgF 486; s. auch: 1288.1827.465.1598.1683.1419f).

(Sr.F., den 9.VIII.1934) ...Von 23 Uhr bis 24 Uhr hielt ich meine ANBETUNGSSTUNDE ab. Ich verrichtete diese Anbetung um die Bekehrung VERSTOCKTER Sünder, besonders derer, die ihre Hoffnung auf Gottes Barmherzigkeit verloren haben. Ich erwog, wieviel Gott gelitten hat und was für eine große Liebe Er uns erwiesen hat, wogegen wir nicht glauben, daß Gott uns so sehr liebt.
–- „O Jesus, wer kann das verstehen”? Was für ein Schmerz für unseren Erlöser und womit soll Er uns von Seiner Liebe überzeugen, wenn selbst der Tod uns nicht zu überzeugen vermag? Ich habe den ganzen Himmel eingeladen, daß er dem Herrn für diese Undankbarkeit mancher Seelen zusammen mit mir Genugtuung zuteil kommen lasse.
– Jesus gab mir zu erkennen, wie LIEB Ihm das SÜHNEGEBET ist. Er sagte zu mir: „Das Gebet einer demütigen und liebenden Seele entwaffnet den Zorn Meines Vaters und zieht ein Meer von Segen herab”.
– Nach der Anbetung, auf halbem Weg zur Zelle, umringte mich eine große Schar schwarzer, riesiger Hunde. Sie sprangen und heulten und wollten mich in Stücke reißen. Ich merkte, daß es nicht Hunde, sondern Satane waren. Einer von ihnen sagte wütend: „Dafür, daß du uns in dieser Nacht so viele Seelen weggenommen hast, werden wir dich in Stücke reißen”.
– Ich entgegnete: „Wenn dies der Wille des barmherzigsten Gottes ist, so reißt mich in Stücke, ich habe das treffend verdient, bin ich doch die Elendigste unter den Sündern, und Gott ist allzeit heilig, gerecht und unendlich barmherzig!”
– Auf diese Worte sagten die Teufel: „Fort von hier, denn sie ist nicht allein, mit ihr ist der Allmächtige”!
– Und sie verschwanden wie Staub, wie ein Straßengeräusch. Ich aber ging ruhig in meine Zelle, das „Te Deum” fortführend und sann über die unendliche und unerforschte Barmherzigkeit Gottes nach (TgF 319f).




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Werke der Barmherzigkeit



Jesus Christus teilt seine Barmherzigkeit überaus leicht aus – unter einer Bedingung: daß jetzt, der Reihe nach, der mit Vergebung Beschenkte selbst reichlich wird an Verschenken der Barmherzigkeit. Das bedeutet, daß es OHNE WERKE der Barmherzigkeit keine Chance gibt, Gottes Erbarmen zu erfahren. Das hat Jesus Christus übrigens schon zu seiner Lebenszeit äußerst ausdrücklich angesagt (vgl. Mt 5,7: „Selig die Barmherzigen...”; wie auch bei der Schilderung des Jüngsten Gerichtes: Mt 25,35-46). Einmal mehr müssen wir zugeben: die ‘privaten’ Offenbarungen decken sich völlig mit der Öffentlichen, Apostolischen Offenbarung. Hier jetzt einiges, was Jesus Christus, als Gottes Barmherzigkeit, über Werke der Barmherzigkeit vermerkt :


„...Ich verlange von dir WERKE der BARMHERZIGKEIT, die aus Liebe zu Mir hervorgehen sollen. Barmherzigkeit sollst du immer und überall deinen Nächsten erweisen, du kannst dich davor weder drücken, noch ausreden oder entschuldigen.
– Ich gebe dir DREI ARTEN und WEISEN, den Nächsten BARMHERZIGKEIT zu erweisen: erstens – die TAT; zweitens – das WORT; drittens – das GEBET;
– In diesen drei Stufen ist die Fülle der Barmherzigkeit enthalten; es ist ein entschiedener BEWEIS der LIEBE zu MIR. So preist und verehrt die Seele Meine Barmherzigkeit.
– Ja, der ERSTE SONNTAG nach Ostern ist das FEST der Barmherzigkeit, aber es MUSS auch die TAT hinzukommen und Ich verlange die Verehrung Meiner Barmherzigkeit durch das feierliche Begehen dieses Festes und die Verehrung des Bildes...
– Durch das BILD werde Ich den Seelen viele Gnaden verleihen. Es soll an die FORDERUNGEN Meiner Barmherzigkeit ERINNERN, denn auch der stärkste Glaube hilft nichts ohne Taten” (TgF 742).

„Schreibe das auf für viele Seelen, die sich manchmal grämen, weil sie keine materiellen Güter besitzen, durch die sie Barmherzigkeit ausüben könnten. Jedoch einen viel GRÖSSEREN Verdienst hat die Barmherzigkeit des GEISTES, für die man weder eine Erlaubnis haben, noch einen Speicher besitzen muß. Sie ist für jede Seele zugänglich.
– Wenn die Seele nicht in irgendeiner Weise Barmherzigkeit übt, wird sie am Tage des GERICHTES Meine BARMHERZIGKEIT NICHT erfahren. O, sollten doch die Seelen ewige Schätze anzusammeln verstehen, würden sie nicht gerichtet werden, da sie Meinen Urteilen mit Barmherzigkeit zuvorkommen würden” (TgF 1317; s. ebenfalls: 1155-1158).


Sieh zu diesem Thema – aus dem  „KLEINEN KATECHISMUS” :

LEIBLICHE Werke der Barmherzigkeit:
Hungrige speisen – Durstige tränken – Nackte bekleiden – Fremde beherbergen – Gefangene befreien – Kranke besuchen – Tote begraben

GEISTIGE Werke der Barmherzigkeit:
Sünder zurechtweisen – Unwissende belehren – Zweifelnden recht raten – Betrübte trösten – Unrecht geduldig leiden – Beleidigenden bereitwillig verzeihen – Für Lebende und Tote beten



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Fest Gottes Barmherzigkeit



Bemerkenswert, daß Jesus des öfteren den Wunsch geäußert hat, es solle ein Festtag zur Ehrung des Geheimnisses Gottes Barmherzigkeit eingesetzt werden. Seinem Wunsch nach sollte dieser Festtag auf den Ersten Sonntag nach Ostern fallen. Er selbst hat auf den engen Zusammenhang hingewiesen – zwischen der Erlösung, die am Kreuz am Karfreitag vollbracht wurde – und seiner Auferstehung und der Einsetzung am selben Auferstehungstag des Sakramentes der Vergebung der Sünden (vgl. Joh 20,22f). Dieser Wunsch wurde vom Heiligen Vater Johannes Paul II. bei der Heiligsprechung der Hl. Sr. Faustyna Kowalska erfüllt. Es geschah in Rom, am Ersten Sonntag nach Ostern des Jahres des Großen Jubiläums seit der Geburt des Erlösers: im Jahr 2000. Der Heilige Vater hat diesen Tag deutlich als Tag des FESTES Gottes Barmherzigkeit erklärt.


„Ich wünsche, daß das FEST der BARMHERZIGKEIT [Erster Sonntag nach Ostern ] Zuflucht und Unterschlupf für alle Seelen wird, besonders für die armen Sünder.
– An diesem Tag sind die Tiefen Meiner Barmherzigkeit aufgeschlossen. Ich ergieße ein ganzes Gnadenmeer über jene Seelen, die sich der QUELLE Meiner BARMHERZIGKEIT nähern;
– Jene Seele, die beichten wird und die hl. Kommunion empfängt, erhält vollkommenen NACHLASS der SCHULDEN und STRAFEN;
– An diesem Tag stehen alle Schleusen Gottes offen, durch die Gnaden fließen. Möge keine Seele FÜRCHTEN, sich MIR zu nähern, sollten auch ihre Sünden rot sein wie Scharlach.
– Meine Barmherzigkeit ist so groß, daß sie in der ganzen Ewigkeit durch keinen Verstand, weder von Menschen noch von Engeln, ergründet werden wird. Alles, was besteht, ist aus den Tiefen Meiner Barmherzigkeit gekommen...
– Die MENSCHHEIT wird KEINEN FRIEDEN finden, solange sie sich nicht zur Quelle Meiner Barmherzigkeit hinwendet” (TgF 699).



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STUNDE der „BARMHERZIGKEIT”



Jesus bringt der Hl. Sr. Faustyna, und daselbst der ganzen Menschenfamilie ein paarmal zum Bewußtsein, daß Gottes Barmherzigkeit in der „STUNDE der Barmherzigkeit”, als Er um 15.00 Uhr dieses schauderhaften Karfreitags starb, weit offen aufgeschlossen worden ist. Gott selbst hat in dieser Zeit das Opfer seines Lebens dargebracht – aus Liebe zu Seinem VATER, aber auch zu seinen menschlichen Brüdern und Schwestern. Er ist gekommen, um den Menschen zu erlösen – um solchen, so unwahrscheinlichen Preis. Gottes Barmherzigkeit hat in diesem Augenblick gleichsam Gottes Gerechtigkeit überwunden. Das geschah durch den Tod des Sohnes Gottes. Dieser Tod wurde Niederlage für selbst den Tod (1 Kor 15,26.54ff). Der Tod ist in die Welt einzig durch die Sünde des Menschen gekommen (vgl. Weish 2,24; Gen 2,16; Röm 6,23). Die Barmherzigkeit des Dreieinigen ist immer mächtiger als selbst die schrecklichste Sünde, aber ebensogleich stärker als der Tod.


„So oft du die Uhr die DRITTE STUNDE schlagen hörst, VERSENKE dich ganz in Meiner Barmherzigkeit, verherrliche sie und preise sie. RUFE ihre ALLMACHT herab für die ganze Welt, besonders aber für die armen Sünder, denn in dieser Weile wurde sie für jede Seele weit aufgeschlossen. In dieser Stunde ERBITTEST du ALLES für dich selbst und für andere. In dieser Stunde wurde der ganzen Welt die Gnade zuteil – die BARMHERZIGKEIT besiegte die GERECHTIGKEIT...

– Bemühe dich in dieser Stunde den KREUZWEG zu verrichten. Wenn dir das aber nicht möglich ist, dann gehe für eine Weile in die Kapelle und verehre Mein Herz, das voller Barmherzigkeit im Allerheiligsten Altarssakrament verweilt. Falls du die Kapelle nicht besuchen kannst, versenke dich, wenn auch nur für ganz kurz, im GEBET an dem Ort, wo du gerade bist” (TgF 1572; s. auch: 1320).



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Gebet des „VERSENKENS”



Eine der sehr eigenartigen Arten und Weisen, wie Gottes Erbarmen für sich selbst und die anderen gesichert werden kann, besteht auf der Befolgung des Angebotes, das Jesus Christus selbst mehrmals geäußert hat. Es geht um das Gebet des „Versenkens-Eintauchens” seiner Selbst, der Sünder und der Welt im Abgrund Gottes Barmherzigkeit.


„Schau in den Abgrund Meiner Barmherzigkeit und erweise dieser Meiner Barmherzigkeit Lob und Ehre. TU das FOLGENDERMASSEN: Sammle alle Sünder der ganzen Welt und TAUCHE sie ein in den ABGRUND Meiner Barmherzigkeit. Ich will mich den Seelen hingeben, Mich verlangt es nach Seelen...
– An meinem Festtag – am FEST der BARMHERZIGKEIT, wirst du die ganze Welt durchstreifen und wirst ohnmächtige Seelen zur Quelle Meiner Barmherzigkeit bringen. Ich werde sie heilen und stärken” (TgF 206; sieh auch: 1075.1188).



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Ausspendung des Strahles des BLUTES und WASSERS



Hier eine noch andere Art und Weise, wie die Freigebigkeit Gottes Barmherzigkeit für sich und die anderen gesichert werden kann. Es ziemt sich, Jesus zu hören und in der Tat mit diesen zwei Stahlen: des Blutes und Wassers von seiner durchbohrten Seite, d.h. mit dem Strahl der Reinigung-des Abwaschens und dem Strahl, der das LEBEN Gottes schenkt, die betreffenden zu erhellen.


(Sr.F.) O süßester Jesus, Du hast zugelassen, daß ich Elende diese Deine unergründliche Barmherzigkeit erkennen durfte. O süßester Jesus, Du hast gnädig von mir verlangt, daß ich der ganzen Welt Deine unbegreifliche Barmherzigkeit bekanntmache.
– Siehe, ich nehme heute die ZWEI STRAHLEN, die aus Deinem barmherzigen Herzen hervorgesprudelt sind, und zwar das Blut und Wasser – in meine Hände, und ÜBERSÄE den ganzen Erdball, damit jede Seele Deine Barmherzigkeit erfährt, und nach ihrer Erfahrung sie in Ewigkeit preist” (TgF 836).



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Preis der Seele



Hier erfahren wir: für wieviel kann die menschliche Seele ‘gekauft’ werden?


„Die reine Liebe schenkt der Seele die KRAFT im STERBEN selbst.
– Als Ich am Kreuz im Sterben war, DACHTE Ich NICHT an Mich, sondern an die armen Sünder und betete für sie zum Vater.
– Ich wollte, daß auch DEINE letzten Augenblicke ganz ähnlich wie die Meinen am Kreuz sind.
EIN ist der PREIS, für den man Seelen erkauft: und zwar das LEIDEN, VERBUNDEN mit MEINEM Leiden am Kreuz. Die reine Liebe weiß diese Worte zu verstehen, die leibliche Liebe begreift sie niemals” (TgF 324; vgl. Lk 23,34).

„Heute morgen, nach meinen geistigen Übungen, fing ich an zu HÄKELN. Ich fühlte leise in meinem Herzen – ich fühlte, daß Jesus in ihm ausruht. Diese tiefe und süße Gewißheit um die Anwesenheit Gottes ermunterte mich, folgendes zum Herrn zu sagen: ‘O Heiligste Dreifaltigkeit, die Du in meinem Herzen wohnst, ich bitte Dich, schenke die Gnade der Bekehrung so vielen Seelen, wie viele Schlaufen ich heute mit der Nadel häkele’.
– Darauf vernahm ich in meiner Seele diese Worte: ‘Meine Tochter, dein Verlangen ist ZU GROSS’.
– ‘Jesus, Dir fällt es doch leichter, viel zu geben als wenig’.
– ‘So ist es, es fällt Mir leichter, einer Seele viel zu geben, als wenig, aber jede BEKEHRUNG einer sündigen Seele verlangt Opfer’.
– ‘So opfere ich Dir also, Jesus, diese meine ehrliche Arbeit auf. Ich finde nicht, daß dieses Opfer für die große Vielzahl von Seelen zu gering ist. Du Selbst, Jesus, hast doch mit solcher Arbeit dreißig Jahre lang Seelen gerettet. Weil aber der heilige Gehorsam mir strenge Abtötung und Buße verbietet, bitte ich Dich, Herr, nimm diese Kleinigkeiten, mit dem Siegel des Gehorsams, als große Dinge an’.
– Darauf hörte ich in meiner Seele die Stimme: ‘Meine Tochter, demnach erfülle Ich deine Bitte’...” (TgF 961; s. auch: 873).



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In Versuchung, Probe und Leiden



Wie gilt es sich zu benehmen in der Versuchung, und dann in der Lage der Probe und des Leidens? Hier bestätigt sich der Mensch in Gottes Antlitz. Es ist keine Kunst, lauter Freuden und Sukzesse anzunehmen – und in dieser Lage ‘gottergeben’ zu bleiben. Ebengleich muß man bereit sein, vielleicht selbst äußerst schwere Proben anzunehmen. Wie soll das getan werden? Hier ein paar Vorschläge, die von Jesus Christus, dem Barmherzigen, herkommen.


(Sr.F.) „Heute, nach der heiligen Kommunion, gab mir Jesus wieder einige HINWEISE :
– ‘Kämpfe mit der Versuchung nicht allein, sondern enthülle sie sofort vor dem BEICHTVATER, dann verliert die Versuchung ihre ganze Kraft.
– ... In diesen Prüfungen verliere die Ruhe nicht: lebe Meine Anwesenheit und BITTE Meine MUTTER und die Heiligen um Beistand.
– ... Bewahre diese Gewißheit, daß Ich auf dich schaue und dich unterstütze.
– ... FÜRCHTE dich WEDER vor geistigem Gefecht, noch vor Versuchungen, denn Ich stütze dich. Wenn du nur kämpfen willst, wisse, daß der Sieg stets auf deiner Seite ist.
– ... Wisse, daß du Mir durch einen tapferen Kampf große Ehre erweist und für dich selbst Verdienste gewinnst. Die Versuchung gibt Gelegenheit, Mir Treue zu erweisen’...” (TgF 1560; s. auch: 1287.146).

(Sr.F.) „Es gibt Angriffe, die der Seele keine Zeit zum Nachdenken, Rat einholen oder zu sonst etwas belassen; dann muß man kämpfen auf Leben und Tod. Manchmal ist es gut – ohne ein Wort gesagt zu haben – zum durchbohrten Herzen Jesu zu FLÜCHTEN. Allein dadurch ist der Feind schon besiegt” (TgF 145).

(Sr.F. ) „...Jesus verlangte Leiden und nicht den Tod. ‘O mein Jesus, tue mit mir, was Dir gefällt. Gib mir nur die Kraft zu leiden. Wenn mich Deine Macht stützt, halte ich alles aus’. O Seelen, wie ich euch liebe!” (TgF 1612f).

„Sage den Seelen..., daß Ich ihnen zur Verteidigung meine Barmherzigkeit gewähre. Ich KÄMPFE um sie GANZ ALLEIN und ertrage den gerechten Zorn Meines VATERS” (TgF 1516).

„...Deine LEIDEN heute NACHT haben einer großen Zahl von Seelen die Gnade der Barmherzigkeit erwirkt ... ” (TgF 1459).

„...Du lebst nicht für dich allein, sondern für die Seelen. Aus deinem Leiden werden andere Seelen Nutzen ziehen. Dein anhaltendes Leiden wird ihnen [den Sündern] Licht und Kraft verleihen, sich Meinem Willen zu fügen” (TgF 67).

„...Nach ERLITTENEM ÄRGER überlege, was du der Person, die dir Leiden zugefügt hat, Gutes tun könntest...
– Schweige, wenn man dich rügt..
– Lasse dich durch Undank nicht entmutigen...
– Lasse dich nicht vom Gefühl leiten, denn nicht immer unterliegt es deiner Macht; der ganze VERDIENST liegt im WILLEN(TgF 1760).

(Sr.F.) „O, wie irreführend ist Anschein, und ungerecht die Urteile. O, wie oft leidet die Tugend nur deshalb Unterdrückung, weil sie still ist. Mit denen aufrichtigen Umgang pflegen, die beständig Nadelstiche versetzen, verlangt große Selbstverleugnung. Der Mensch spürt, daß BLUT entströmt, und keine WUNDEN sind zu sehen(TgF 236).

„Erlaube jedem, dich nach seinem GUTDÜNKEN zu beurteilen. Rechtfertige dich nicht, es wird dir nichts schaden. Bei ersten Anzeichen einer Beanspruchung gib ALLES her, sollten es auch die NOTWENDIGSTEN Dinge sein; bitte um nichts, ohne bei Mir Rat eingeholt zu haben. Gestatte ihnen selbst das zu nehmen, was dir zusteht: Anerkennung, der gute Name” (TgF 1685; vgl. 1148.1628.1150).




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Satz um das „HAUS des VATERS”



Hier ein paar Bruchstücke aus dem „Tagebuch” mit Bezug auf die freudevolle Erwartung des schönsten Augenblickes im Leben: des Überganges in das HAUS des VATERS. Allerdings es besteht auch die negative Alternative: des endgültigen Verlustes des EWIGEN Lebens, d.i. der ewigen Verdammnis. Alles hängt von der Entscheidung des freien Willens des einzelnen Menschen ab. Gottes Barmherzigkeit stützt jeden im einzelnen, aber niemals um jeden Preis und gegen seinen Willen. Der Mensch muß sich für Gott ... aufschließen und Ihn hören, indem er liebenden Herzens die Erfüllung Gottes Gebote annimmt.


„Oft begleite ich die Seelen STERBENDER, erflehe ihnen Zuversicht in Gottes Barmherzigkeit und bitte Gott um Seine große Gnade, die immer den Sieg davonträgt.
– Manchmal gelangt Gottes Barmherzigkeit zum Sünder im LETZTEN Augenblick, in sonderbarer und geheimnisvoller Weise. Nach außen scheint es, als wäre alles verloren, aber so ist es nicht. Erleuchtet vom starken Strahl der letztlichen Gnade Gottes, wendet sich die Seele im letzten Moment mit solcher Liebe Gott zu, daß sie in einem Augenblick NACHLASS sowohl ihrer SCHULDEN, wie STRAFEN erhält. Nach außen gibt sie uns kein Zeichen: weder der Reue, noch der Zerknirschung, weil sie auf äußere Dinge nicht mehr reagiert. O, wie unerforscht ist die Barmherzigkeit Gottes.

– Aber, o weh, es gibt auch Seelen, die freiwillig und bewußt DIESE GNADE ZURÜCKWEISEN und sie mißachten. Auch im Sterben selbst bietet Gott der Barmherzige der Seele diesen lichten inneren Augenblick an und WENN die Seele WILL, bekommt sie die Möglichkeit, zu Gott zurückzukehren. Allerdings manchmal ist die Verstocktheit bei den Seelen so stark, daß sie bewußt die Hölle wählen. Sie vereiteln alle Gebete, die andere Seelen für sie zu Gott bringen und selbst die Anstrengungen Gottes” (TgF 1698).

(Sr.F.) „O LEUCHTENDER, WUNDERSCHÖNER Tag, an dem alle meine Wünsche in Erfüllung gehen; o herbeigesehnter Tag, der du der letzte in meinem Leben sein wirst. Ich freue mich über den letzten Strich, den mein Göttlicher Künstler meiner Seele auferlegen wird, der meiner Seele eine eigenartige Schönheit verleihen wird, die mich von der Schönheit anderer Seelen unterscheiden wird. O großer Tag, an dem sich die Liebe Gottes in mir endgültig festigen wird. An diesem Tag werde ich zum ersten Mal vor dem Himmel und der Erde das Lied von der unergründlichen Barmherzigkeit des Herrn singen...
– Das ist mein Werk und meine Botschaft, die mir der Herr seit der Erschaffung der Welt bestimmt hat. Auf daß der Gesang meiner Seele der Allerheiligsten Dreifaltigkeit angenehm sei, lenke und forme meine Seele Selber, o Geist Gottes. Ich wappne mich mit Geduld und warte auf Dein Kommen, Barmherziger Gott. Und die schrecklichen Leiden und die Angst des Sterbens – in diesem Augenblick vertraue ich mehr als sonst auf den Abgrund Deiner Barmherzigkeit” (TgF 825; s. auch: 899.1574.1551-1553).

„Für die STRAFEN habe Ich die EWIGKEIT. Jetzt VERLÄNGERE Ich ihnen die ZEIT der BARMHERZIGKEIT; doch wehe, wenn sie die Zeit Meiner Heimsuchung nicht erkennen” (TgF 1160; s. auch: 1588).

„Schreibe diese Worte auf: Alle Seelen, die Meine Barmherzigkeit preisen, ihre Ehre ausbreiten und andere Seelen ermuntern, daß sie Meiner Barmherzigkeit vertrauen, erfahren in ihrer TODESSTUNDE KEIN Entsetzen. Meine Barmherzigkeit wird sie in diesem letzten Kampf beschirmen” (TgF 1540; s. auch: 378.1224).




(Sr.F.) Heute war ich in den Abgründen der HÖLLE, hingeführt durch den Engel. Es ist ein Ort großer Qualen. Wie fürchterlich groß ist sein Bereich! Hier die Arten der Qualen, die ich sah:
– die erste Qual, die die Hölle ausmacht, ist der Verlust Gottes;
– die zweite: der unablässige Gewissensvorwurf;
– die dritte: daß sich dieses Los niemals mehr verändert;
– die vierte Qual: das Feuer, das die Seele durchdringen wird, ohne sie zu zerstören; das ist eine schreckliche Qual; es ist ein rein geistiges Feuer von Gottes Zorn entzündet;
– die fünfte Qual: ständiges Dunkel und ein furchtbar stickiger Geruch; obgleich es dunkel ist, sehen sich die Teufel und die verdammten Seelen gegenseitig; sie sehen alles Böse anderer und auch ihr eigenes;
– die sechste Qual: ist die unablässige Gesellschaft des Satans;
– die siebte Qual ist die furchtbare Verzweiflung, der Haß gegen Gott, Lästerungen, Verfluchungen, Schmähungen.

Das sind Qualen, die alle Verdammten gemeinsam leiden, doch das ist noch nicht das Ende. Es gibt noch besondere Qualen für die Seelen, nämlich Qualen der Sinne. Womit die einzelne Seele gesündigt hat, damit wird sie auf furchtbare, nicht zu beschreibende Weise gepeinigt. Es gibt fürchterliche Höhlen und Abgründe der Peinigung, wo sich eine Qual von der anderen unterscheidet. Angesichts dieser schrecklichen Qualen wäre ich gestorben, hätte mich nicht die Allmacht Gottes erhalten.
– Der SÜNDER soll WISSEN, daß er mit DEM Sinnesorgan die ganze Ewigkeit lang gepeinigt werden wird, mit dem er sündigt. Ich schreibe darüber auf Gottes Befehl, damit keine Seele sich ausreden kann, daß es die Hölle nicht gibt, oder auch, daß dort niemand war und nicht weiß, wie es dort ist.

Ich, Schwester FAUSTYNA, war auf Gottes Geheiß in den Abgründen der Hölle, um den Seelen zu berichten und zu bezeugen, daß die Hölle existiert. Jetzt kann ich darüber nicht reden, denn ich habe Gottes Befehl, das schriftlich zu hinterlassen.

Die Teufel hatten auf mich großen Haß, aber auf Gottes BEFEHL mußten sie mir gehorchen. Was ich niedergeschrieben habe, ist ein karger Schatten der Dinge, die ich sah. Eines konnte ich bemerken, dort sind meistens Seelen, die nicht an die Hölle geglaubt hatten.
– Als ich zu mir kam, konnte ich mich vom Schrecken darüber nicht erholen, wie sehr dort die Seelen leiden. Daher BETE ich noch inniger um die Bekehrung der Sünder. Ohne Unterlaß flehe ich um Gottes Barmherzigkeit für sie. „O mein Jesus, ich will lieber bis zum Ende der Welt Martern leiden, als Dich mit der geringsten Sünde beleidigen” (TgF 741).


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Die Heimat




Jesus als Gottes Barmherzigkeit hat sich einmal auch über die Heimat der Hl. Sr. Faustyna geäußert. Es sind keine Worte nur ‘billiger’ Verheißung, ohne deutliche Vorbedingungen. Die genannten Voraussetzungen betreffen eigentlich nur aufgrund eines neuen Titels – die folgerichtige Befolgung der schon früher angenommen Verpflichtung auf die Erfüllung der Gebote Gottes. Dazu verpflichtet sich jeder Jünger Christi bei der Heiligen Taufe. Dieselben Vorbedingungen werden nachher, im weiteren Lebensablauf, gewöhnlich des öfteren erneuert.
– Es drängt sich auch eine tiefe Analogie zwischen Jesus Christus vom Kreuz – und Maria mit Johannes, dem „geliebten Jünger” Christi (Vgl. Joh 19,26) – und anderseits zwischen der Heimat der Hl. Faustyna, die wie Johannes – Maria als ihre Mutter und Königin angenommen hat, und die vielleicht deswegen von Jesus Christus so besonders geliebt wird
...


(Sr.F.) „Als ich für [die Heimat] betete, hörte ich die Worte:

[Deine Heimat ...] habe Ich besonders liebgewonnen und WENN [sie] Meinem Willen gehorcht, werde Ich [sie] in Kraft und Heiligkeit erhöhen. Aus ihr wird ein FUNKE hervorgehen, der die Welt auf Mein endgültiges Kommen VORBEREITET’...” (TgF 1732).

(s. auch über diese Heimat: 429.635;1533.1038.39.59.689; Gebet für die Heimat : 325.286.1251.33.686.1188;468.561).



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Gebet der Verzeihung



„Jesus und Maria, ich verzeihe von Herzen (diesem ... und ... ; und ...) allen, die mir irgendein Übel zugefügt haben. Ich will darauf nicht wiederkehren: weder in Gedanken, noch in Worten, außer im Gebet”

(Privatgebet: T. u. PL.)






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Anvertrauen seiner selbst und der Welt an Gottes Barmherzigkeit


Gekreuzigter Herr Jesus Christus!

Wir, Deine unwürdigen Brüder und Schwestern * berufen uns voller Reue nur noch * an das Mitleid und Erbarmen * Deines uns zu sich rufenden Herzens (TgF 1146.378).

Du lädst uns ein zu Dir, * entreißt uns der Verzweiflung * und tilgst unsere Sünden, * sooft wir zerknirschten Willens, * wenn auch schwankenden und gebrechlichen, * zu Dir wiederkehren.

Du möchtest so sehr * nicht strafen müssen die Menschen (TgF 1588). * Du rettest sie * solange zur Verfügung da ist * die Zeit der Gnade * mit Deinem Blut und Wasser (TgF 848). * Wir schließen uns weit auf für Dich, * denn auch Du machst weit auf * die Tür deines Erbarmens (TgF 1146). * Stark in Deinem GEIST, * erfüllen wir, * was Du von uns verlangst: * TÄGLICH barmherzig zu bleiben * in Tat, in Wort, in Gebet (TgF 742.1317).

Lehre uns, Jesu, * Dir zu anvertrauen: * im Leben, im Sterben und nach dem Tod! * Deinem Erbarmen vertrauen wir feierlich an: * uns selber und unsere Kinder, * unsere Eltern und Verwandten, * die Geistlichen und Orden, * unsere mannigfach verwundete Heimat, * die mit Selbstvernichtung bedrohte Welt, * und ganz besonders den Heiligen Vater (Johannes Paul II.).

Voller Sorge versenken wir in Dein Erbarmen: * die Grausamen und UN-Barmherzigen; * diejenigen, die verraten den Glauben, * die kämpfen mit Gott und Mensch, * alle Süchtigen und alle, * deren letztliches Heil * für ewig verloren werden kann.

Verlasse uns, Jesu, nicht * wenn in Versuchung wir erliegen! * Bleibe dann stehen * zwischen Deinem Vater und uns Sündern: * nicht als gerechter Richter, * sondern der uns verteidigende Erlöser (Hbr 7,25: TgF 1541.1075). * Erwecke uns ständig * vom Tode der Sünde * zum Leben der Gnade * mit Strömen Deines Blutes und Wassers (TgF 1602).

Dich, o Maria, * Du Mutter Gottes Erbarmens, * flehen wir innigst: * Lehre uns führen * ein Leben im Glauben * in Gehorsam zu Christus (Lk 1,45; 8,21; Joh 2,5) ! * Bitte, o Mutter, für uns * jetzt und in unseres Todes Stunde!

Jesus, ich vertraue auf DICH! * Deinem Erbamen vertraue ich mich an! * Verwandle mich (uns), Jesus, in Dich! * Vermagst Du doch alles ! (TgF 164)

Amen.





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Tägliche Erneuerung des Anvertrauens an Gottes Barmherzigkeit

Dokument des Anvertrauens an Gottes Barmherzigkeit


Akt zawierzenia Bo¿emu Mi³osierdziu - 29 kB


Die obigen Worte des täglichen Anvertrauens an Gottes Barmherzigkeit (im Singular, bzw. Plural) können für die Dauer in die Morgen- und Abendgebete eingeflochten werden. Die besonders geeignete Zeit für solche Renovierung ist wohl die Zeit nach dem Empfangen der Eucharistie.




Inniger VORSCHLAG :


Stelle dir fertig, selbst – möglich mit eigener Hand – ein „DOKUMENT des ANVERTRAUENS an GOTTES BARMHERZIGKEIT”. Es müßte die folgenden, am Akt erwähnten wesentlichen Elemente enthalten: das KREUZ (Zeichen Gottes Barmherzigkeit und zugleich ihr Preis); die Worte des ANVERTRAUENS: „Barmherziger Jesus, ich vertraue auf DICH...” usw., und außerdem die eigene UNTERSCHRIFT (gemäß den Erwartungen selbst des Barmherzigen Erlösers – s. TgF 47)

Den Nächsten kann man den Wunsch vorlegen, daß dieses unterschriebene DOKUMENT des Anvertrauens an Gottes Erbarmen – nach dem Tode im Sarg am Herzen (des Verstorbenen) niedergelegt werde – als Zeichen und Zeugnis seines letzten und letzlichen Willens



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Jesus und Maria, ich liebe Euch!
Rettet die Sünder
!





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6. Kapitel. „ZUM THRON DER BARMHERZIGKEIT”
Thematisch geordnete Bruchstücke vom „Tagebuch” der Hl. Sr. Faustyna Kowalska – Anvertrauen an Gottes Barmherzigkeit

Erklärung
Bild „JESUS ICH VERTRAUE AUF DICH”
SAKRAMENT der Versöhnung: Tribunal der BARMHERZIGKEIT
Der Kleine Rosenkranz zu Gottes Barmherzigkeit
Gebet der „BARMHERZIGKEIT”
Zuversicht – Demut – Reue
Eucharistie
Werke der Barmherzigkeit
Fest Gottes Barmherzigkeit
STUNDE der „BARMHERZIGKEIT”
Gebet des „VERSENKENS”
Ausspendung des Strahles des BLUTES und WASSERS
Preis der Seele
In Versuchung, Probe und Leiden
Satz um das „HAUS des VATERS”
Heute war ich in den Abgründen der HÖLLE...
Die Heimat
Gebet der Verzeihung

Anvertrauen seiner selbst und der Welt an Gottes Barmherzigkeit
Tägliche Erneuerung des Anvertrauens an Gottes Barmherzigkeit
– Dokument des Anvertrauens an Gottes Barmherzigkeit